Dieser Überblick hilft Ihnen, Angebote einzuordnen und die richtigen Fragen zu stellen. Er ersetzt keine Kalkulation für Ihre Praxis, schafft aber eine solide Grundlage für das Gespräch mit einer Agentur.
Woraus sich die Kosten zusammensetzen
Einmalige Kosten
Zu Beginn fallen meist einmalige Leistungen an: eine Analyse der Ausgangslage, die Einrichtung der Messung von Anrufen und Formularanfragen, die Optimierung des Google-Unternehmensprofils oder der Neubau beziehungsweise Relaunch der Website. Dazu können Fotos, Texte für Behandlungsseiten und die technische Einrichtung von Werbekonten kommen.
Laufende Kosten
Marketing, das wirkt, ist selten ein einmaliges Projekt. Laufend fallen die Betreuung der Suchmaschinenoptimierung, die Pflege und Anpassung von Kampagnen, neue Inhalte, die Beobachtung der Sichtbarkeit in der KI-Suche und regelmäßige Berichte an. Diese Leistungen werden häufig als monatliches Honorar abgerechnet.
Werbebudget
Bei Suchanzeigen kommt das Werbebudget hinzu. Die Praxis zahlt es direkt an Google, getrennt vom Honorar der Agentur. Sie bestimmen die Höhe selbst und können sie jederzeit anpassen. Gute Angebote weisen Honorar und Werbebudget deshalb immer getrennt aus.
Interner Aufwand
Oft übersehen wird die Zeit im eigenen Team: Freigaben für Texte und Anzeigen, Zugänge, Fotos und vor allem die Annahme von Anrufen und Anfragen. Marketing, das Anfragen bringt, braucht eine Praxis, die diese Anfragen auch zügig beantwortet.
Diese Faktoren bestimmen den Aufwand
- Fachrichtung Bei gefragten Selbstzahlerleistungen wie Implantaten, Lidstraffungen oder Augenlasern ist der Wettbewerb um Sichtbarkeit meist höher als bei Leistungen der Grundversorgung.
- Region In Großstädten konkurrieren mehr Praxen um dieselben Suchbegriffe als in kleineren Orten.
- Ausgangslage Eine aktuelle, schnelle Website senkt den Aufwand. Eine veraltete Seite muss oft zuerst erneuert werden.
- Ziele Wer eine einzelne Behandlung stärken will, plant anders als eine Praxis, die ihr gesamtes Spektrum sichtbar machen möchte.
- Umfang Mehrere Standorte, Fachbereiche oder Sprachen erhöhen den Aufwand.
- Kanäle Suchmaschinenoptimierung, Suchanzeigen, Website und KI-Sichtbarkeit lassen sich einzeln oder zusammen beauftragen.
Honorarmodelle im Überblick
Agenturen rechnen unterschiedlich ab. Die gängigsten Modelle sind:
- Monatliche Pauschale für eine fest beschriebene Leistung
- Projektpreis für abgeschlossene Aufgaben wie einen Website-Relaunch
- Abrechnung nach Stunden für einzelne Aufgaben
- Honorar abhängig von der Höhe des Werbebudgets bei Suchanzeigen
Kein Modell ist grundsätzlich besser. Wichtig ist, dass Sie verstehen, welche Leistung Sie für Ihr Geld erhalten. Vorsicht ist bei Modellen geboten, bei denen pro vermitteltem Patienten gezahlt wird: Die Berufsordnung untersagt Ärzten, für die Zuweisung von Patienten ein Entgelt zu zahlen. Lassen Sie solche Vereinbarungen im Zweifel rechtlich prüfen.
Kosten ins Verhältnis setzen
Die Höhe der Kosten allein sagt wenig. Aussagekräftiger ist, was eine neue Anfrage kostet und was sie Ihrer Praxis bringt. Die Rechnung dahinter ist einfach: Teilen Sie die Kosten eines Kanals durch die Zahl der Anfragen aus diesem Kanal. So erhalten Sie die Kosten pro Anfrage.
Kosten eines Kanals ÷ Anfragen aus diesem Kanal = Kosten pro Anfrage
Diesen Wert stellen Sie dem gegenüber, was eine Behandlung oder ein neuer Patient über die Zeit für Ihre Praxis bedeutet. Eine Anfrage für eine umfangreiche Selbstzahlerleistung darf mehr kosten als eine Anfrage für eine Routineuntersuchung. Voraussetzung ist eine saubere Messung, sonst bleibt jede Bewertung Schätzung.
Welcher Einstieg passt zu Ihrem Budget?
Die kostenlose Sichtbarkeits-Analyse zeigt, wo sich Ihr Budget zuerst lohnt.
Kurzfristig sichtbar oder langfristig gefunden?
Die Kanäle unterscheiden sich darin, wie schnell sie wirken und wie lange sie nachwirken. Das beeinflusst, wie Sie Ihr Budget über das Jahr verteilen.
Suchanzeigen sind ab dem Kampagnenstart sichtbar. Sie eignen sich, um eine Behandlung zügig bekannt zu machen oder freie Kapazitäten zu füllen. Dafür laufen die Kosten, solange die Anzeigen laufen, und enden mit ihnen auch die Besuche.
Suchmaschinenoptimierung braucht mehr Geduld. Messbare Ergebnisse sind realistisch nach sechs bis zwölf Monaten zu erwarten. Einmal aufgebaute Behandlungsseiten und Platzierungen tragen dafür länger, ohne dass für jeden Besuch bezahlt wird. Ähnliches gilt für eine gute Website und die Sichtbarkeit in der KI-Suche: Sie sind eine Investition in die Grundlage, auf der alle anderen Maßnahmen aufbauen.
Viele Praxen kombinieren deshalb beides. Suchanzeigen sorgen am Anfang für Anfragen, während die organische Sichtbarkeit wächst. Mit der Zeit lässt sich das Werbebudget dann gezielter einsetzen, etwa nur noch für besonders gefragte Behandlungen oder für Zeiten mit freien Terminen.
Wo Praxen häufig Geld verlieren
- Suchanzeigen ohne Ausschluss-Keywords erscheinen bei unpassenden Suchen, etwa nach Jobs oder kostenlosen Leistungen.
- Ohne Messung ist unklar, welcher Kanal Anfragen bringt, und das Budget bleibt in den falschen Maßnahmen.
- Eine langsame oder unübersichtliche Website verliert Besucher, für die bereits bezahlt wurde.
- Zu viele Kanäle gleichzeitig verteilen ein kleines Budget so dünn, dass keiner richtig wirkt.
- Pakete von der Stange enthalten Leistungen, die Ihre Praxis gar nicht braucht.
Checkliste für Ihre Budgetplanung
Vor dem Gespräch mit einer Agentur6 Fragen
- Welche Behandlungen sollen mehr Anfragen bekommen?
- Wie viele zusätzliche Anfragen kann Ihr Team pro Woche bearbeiten?
- Welche einmaligen Kosten fallen an, etwa für die Website?
- Wie hoch sind Honorar und Werbebudget, jeweils getrennt?
- Wie wird gemessen, ob sich die Ausgaben lohnen?
- In welchen Abständen wird das Budget überprüft?
Wie Sie zu einem konkreten Angebot kommen
Die Kosten hängen von Fachrichtung, Region, Wettbewerb und Ihren Zielen ab. Nach der kostenlosen Analyse erhalten Sie ein konkretes Angebot. Darin sehen Sie, welche Maßnahmen wir empfehlen, in welcher Reihenfolge und mit welchem Aufwand. Oft ist ein Kanal der sinnvolle Einstieg, zum Beispiel Suchanzeigen für schnelle Sichtbarkeit. Wie das aussieht, lesen Sie hier: wie wir Google-Ads-Kampagnen für Praxen aufsetzen. Ist die Website das Nadelöhr, beginnt die Arbeit mit einer Praxis-Website, die Anfragen bringt.